Stapel aus Stille


Zwei Türme stehen im weißen Nichts,
aus Holz, das noch nach Wald riecht,
und Stein, der seine Kälte nicht erklärt.
Oben: ein Kuhkopf, kantig wie ein Gedanke,
unten: Blöcke, die sich gegenseitig tragen,
als hätten Hände sie kurz hingelegt und dann beschlossen zu schweigen.

Manchmal sitzt ein Taubenkörper wie ein Komma
auf einer Stirn aus Holz, auf einem Bogen aus patiniertem Grün,
und die Welt wird ein Satz ohne Adjektive.
Ringe sind unterbrochen, Bögen sind halb Türen,
A-Formen stehen da wie Vereinbarungen mit der Schwerkraft,
jede Fuge eine kleine Biografie aus Druck und Geduld.

Nichts ist poliert, und genau darin liegt das Versprechen:
Maserung, Riss, Werkzeugspur,
Zeit als Oberfläche statt als Thema.
Das Licht fällt seitlich, scharf wie eine Entscheidung,
macht aus Gewicht eine Haltung,
und aus Schatten eine zweite Skulptur, die mitredet.